Innovatives Handling/Transporttechniken

Um den Lackierprozess in den Produktionsprozess integrieren zu können, braucht es innovative Handling/Transporttechniken.

Wichtigstes Ziel 

ist die Automatisierung der Werkstück- Aufgabe - und Abgabe. Damit kann das grösste Einsparpotential in der Lackiertechnik ausgeschöpft werden. Das lohnintensive Be- und Entladen wird eliminiert. Dadurch können die Personalkosten drastisch gesenkt werden. Normalerweise sind dies Einsparungen in Millionenhöhe. Dies betrifft sowohl den Bereich Nass- als auch Pulverlackierung.

Automatisierung der Werkstück - Auf/Abgabe!

Zweitwichtigstes Ziel

ist die Trennung der Fördertechnik im Bereich der Pulverapplikation und des Einbrennens, d.h. die Werkstücke werden nach dem Applizieren des Lackes einem separaten Einbrennförderer übergeben. Dadurch entfällt das Entlacken der Haken oder Gehänge mittels Chemie, Wärme oder Wirbelstrom. Überschüssiges Pulver wird von den Warenträgern abgeblasen und zurückgewonnen. Bei der Nasslack- Applikation ist die Reinigung der Warenträger natürlich problematischer. Durch die Trennung der Fördersysteme wird eine konstante Erdung der Werkstücke sichergestellt, was bei der elektrostatischen Lackierung zu weiteren Kostenreduktionen führt. Auch hier können enorme Kosteneinsparungen erzielt werden.

Lackieren ohne Haken!

Drittwichtigstes Ziel

ist die Reduktion der Heizverluste. Bei klassischen Anlagen mit Kreis - oder P+F - Förderer wird die Fördertechnik aufgeheizt und anschliessend abgekühlt. Durch die Trennung der Fördertechnik bleibt der Förderer im Bereich der Haftwasser - Trocknung oder des Einbrennens warm. Lediglich die warmen Werkstücke werden in die Kühlzone übergeben. Typischerweise können dadurch bis zu 50 % der Heizkosten gespart werden, da Förderer, Gehänge oder Haken bis zu 50 % der durchlaufenden Masse ausmachen können.

Es gibt aber weiteres Energiesparpotential. Durch die feste Halterung der Werkstücke auf dem Warenträger kann insbesondere im Bereich der Vorbehandlung mit höheren Drücken gearbeitet werden. Im Bereich der Haftwassertrocknung kann mit höheren Luftgeschwindigkeiten gearbeitet werden. Dadurch können die Prozesszeiten für die Vorbehandlung und das Haftwassertrocknen verkürzt werden. Bei aufgehängten Werkstücken besteht die Gefahr, dass die Werkstücke bei hohen Drücken resp. hohen Luftgeschwindigkeiten runterfallen, was zu Produktionsausfällen führen kann.

Energiesparen durch innovative Fördertechnik!

Viertwichtigstes Ziel

sind platzsparende Anlagenkonzepte. Durch innovative Fördertechnik kann der Abstand oder auch die Ausrichtung oder Positionierung dem Prozess angepasst werden. Typischerweise wird im Bereich der Vorbehandlung und des Haftwasser - Trockners sehr dicht gepackt, d.h. die Abstände können klein sein. Im Bereich der Applikation wird verfahrensbedingt meistens mehr Platz gebraucht. Beim Einbrennen mit Umluft kann sehr eng gepackt werden. Bei IR oder Wirbelstrom müssen die Abstände grösser gewählt werden. Dadurch kann der Platzbedarf optimiert werden.

Platz sparen dank unterschiedlicher Packungsdichte!

Die Einbindung des Lackierprozesses schafft aber auch Abhängigkeiten . So ist es erforderlich, dass Werkstücke vor der Montagelinie gespeichert werden können, damit die Lackierlinie leer gefahren werden kann, wenn die Montagelinie steht. Es werden kompakte Werkstück - Speicher gebraucht, die eine grosse Zahl von Werkstücken auf engstem Raum speichern können. Bei Hochleistungsanlagen können dies auch mal ein paar Tausend Werkstücke sein.